Nehmen US Oldtimer wie ein klassisches Ford A Coupe oder das auch als Tin Lizzy bekannte Ford Model T moderne Schmierstoffe klaglos hin?
Der US Oldtimer ist angeschafft, doch welches Motoröl ist nach dem Ölwechsel richtig? Dies ist zunächst mal eine Frage nach dem verbauten Motor: Handelt es sich bei dem Triebwerk um einen V8 neuerer Bauart, sind nach heutigen Erkenntnissen entwickelte Schmierstoffe durchaus angebracht. Ist noch der Originalmotor verbaut, vielleicht sogar noch aus der Zwischenkriegszeit, kann modernes Schmieröl im Motor fatale Folgen haben. Nicht vergessen: Zum Achsen Abschmieren sind die Schmiernippel mit einer Fettpresse aufzusuchen
Unlegiertes Motoröl
US Oldtimer der 20er und 30er Jahre benötigen unlegiertes Motoröl. Da die Motoren in der Regel keinen ordentlichen Ölfilter aufweisen, führt jenes Öl bald Abrieb und Verbrennungsrückstände mit sich. (weiterführende Infos gibt es hier) So ließ der Purolator, seit 1923 auf dem Markt noch über 90 Prozent des Motoröls ungefiltert vorbeiströmen Dieser Schmutz setzt sich als Ölschlamm in der Ölwanne ab und wird dort beim Ölwechsel entfernt. Füllt man nun modernes Öl ein, lösen sich diese Stoffe und setzen womöglich die Ölkanäle zu. Zudem kann das neue Öl die Dichtungen angreifen.
Legiertes Motoröl
Moderne Schmierstoffe wie legiertes Motoröl weisen eine Vielzahl Additive auf. So kommen etwa Alterungsschutzmittel, Detergentien, Dispergentien, Korrosionsinhibitoren, Reibungsminderer Schaumdämpfer und Viskositätsindexverbesserer zum Einsatz. Diese Motoröle harmonieren gut mit dem seit 1954 weit verbauten Spin-On-Ölfilter, der seine Filterpatrone im Hauptstrom hat. Der Filter hält mitgeführten Schmutz wirksam zurück, was nicht nur den Motor innen sauberer hält, sondern auch Verschleiß und Reibung verringert, was in vermindertem Kraftstoffverbrauch resultiert.