Kap Hoorn ist einer der südlichsten Punkte Südamerikas. Auf der Felseninsel Isla Hornos (Chile) liegend ist sie eine sogenannte Landspitze. Entdeckt wurde sie im 16. Jahrhundert durch den Engländer Francis Drake, offiziell aber umrundete sie im Jahre 1616 die aus Niederlanden stammenden Seefahrer Willem Cornelisz Schouten und Jakob Le Maire.
Die Umschiffung des Kaps ohne einen Hilfsmotor galt damals als sehr gefürchtet. Mindestens 800 Schiffe zerschellten und über 10.000 Seeleute starben am und durch das Kap Hoorn. So gilt es als der größte Schiffsfriedhof. Im Jahr 1949 umschiffte der letzte Segler ohne Hilfsmotor, die Viermastbark Pamir, das Kap. Der letzte Rahsegler war im Jahre 2006 die Bark Alexander von Humboldt.
Bereits seit 1945 gehört Kap Hoorn und die umliegenden Inseln zu dem Nationalpark Kap Hoorn. Das Klima ist sehr feucht und kalt. Es regnet an 280 Tagen im Jahr und es schneit nie am Kap Hoorn, obwohl Gefriergrade hin und wieder erreicht werden.Da am Kap Hoorn die Wassermassen von Pazifik und Atlantik aufeinanderprallen, also warmes und kaltes Wasser, gibt es sogenannte Tiefdruckwirbel. Dies kann Orkane mit einer Geschwindigkeit von bis zu 160 km/h verursachen.
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